Resin/Railo als Standalone-Webserver unter Debian installieren

Railo , Resin , Howto , OpenSource , Debian , Coldfusion Add comments

Ich hab das Gefühl das die ganze Welt Railo immer nur mit Tomcat und Apache installiert, warum eigentlich?

Hier also nun ein kleines Howto um einen Resin mit Railo als Standalone-Webserver zu installieren.

 

Nehmen wir einfach mal an , wir haben ein frisches Debian grad ohne jeglichen Webserver oder anderem Kram.

Als erstes brauchen wir die non-free-Pakete von Debian, also ab in die source.list von apt:

 vi /etc/apt/source.list

von z.B. 

deb http://ftp2.de.debian.org/debian/ lenny main
deb-src http://ftp2.de.debian.org/debian/ lenny main
...

ändern wir zu

deb http://ftp2.de.debian.org/debian/ lenny main non-free
deb-src http://ftp2.de.debian.org/debian/ lenny main non-free
...

einmal die Paket-Liste updaten 

apt-get update 

jetzt die Suche nach den Java-Paketen von SUN

apt-cache search java | grep sun 

das Ergebnis unter anderem: 

...
sun-java5-plugin - The Java(TM) Plug-in, Java SE 5.0
sun-java5-source - Sun Java(TM) Development Kit (JDK) 5.0 source files
sun-java6-bin - Sun Java(TM) Runtime Environment (JRE) 6 (architecture dependent files)
sun-java6-demo - Sun Java(TM) Development Kit (JDK) 6 demos and examples
sun-java6-doc - Sun JDK(TM) Documention -- integration installer
sun-java6-fonts - Lucida TrueType fonts (from the Sun JRE)
sun-java6-javadb - Java(TM) DB, Sun Microsystems' distribution of Apache Derby
sun-java6-jdk - Sun Java(TM) Development Kit (JDK) 6
sun-java6-jre - Sun Java(TM) Runtime Environment (JRE) 6 (architecture independent files)
sun-java6-plugin - The Java(TM) Plug-in, Java SE 6
sun-java6-source - Sun Java(TM) Development Kit (JDK) 6 source files
 

also nun Java installieren mit: 

apt-get install sun-java6-jre

damit ist Java installiert, kommen wir nun zum eigentlichen Webserver:

cd /opt
wget http://www.getrailo.org/down.cfm?item=/railo/remote/
download/3.1.2.001/server/all/railo-3.1.2.001-resin-3.1.9-without-jre.tar.gz

nun einmal entpacken:

tar -xf railo-3.1.2.001-resin-3.1.9-without-jre.tar.gz

nun kann man entweder einen Symlink anlegen oder einfach das entpackte Verzeichnis umbenennen, je nachdem wie es beliebt, ich benenn es einfach mal um in "railo", also:

mv railo-3.1.2.001-resin-without-jre railo
cd /opt/railo

jetzt legen wir uns erstmal in der /etc das conf-verzeichnis für den Railo-Server an

mkdir /etc/railo

Ich nehm immer "railo" als Verzeichnisname, obwohl man es ja genau genommen auch "resin" hätte nennen können , nuja, jedem wie es beliebt...

jetzt die normale "railo/resin"-conf ins etc-verzeichnis kopieren

cp /opt/railo/conf/resin.conf /etc/railo/

...ha... da wars wieder, das railo-oder-resin-Bennennungsproblem ... ich belasse es beim "resin.conf"

in der "/etc/railo/resin.conf" jetzt noch Port- und Jvm-Anpassungen vornehmen:

vi /etc/railo/resin.conf

bei

http address="*" port="8600"

am besten in Port 80 umschreiben da wir ja den Resin/Railo als normalen Webserver nutzen wollen

http address="*" port="80"

 

Es folgen noch die Jvm-Einstellung, das könnte bei vServern eventuell wichtig sein, da dort Java im Speicher-Gebrauch beschränkt werden muß

-Xmx256m

bei vservern klappt Java erst mit 128mb oder gar nur 96mb, also

-Xmx128m

nun noch die URL des Servers einrichten
ich geh jetzt erstmal von EINEM Web auf dem Server aus (vHosts dann später ...)

es gibt ziemlich fast am Ende der "resin.conf" einen eintrag:

host id="" root-directory="."
web-app id="/" root-directory="webapps/ROOT"/

das ist unser Host, dort tragen wir unsere URL ein
also

host id="www.freds-webseite.de" root-directory="."
web-app id="/" root-directory="webapps/ROOT"/

So wie es jetzt da steht bedeutet das, daß das web-root-Verzeichnis unserer URL: www.freds-webseite.de unter /var/www/webapps/ROOT/ zu finden ist.

In dem Verzeichnis ist nun außer dem WEB-INF-Verzeichnis nix weiter drinn.

Man könnte ja hier eine index.cfm anlegen mit z.B. nur einem Text-Eintrag wie "test" oder "muh" oder "katze" ... was auch immer, nur rum zu sehen ob es mit dem Server und der URL nachher klappt

vorher nun noch das startscript unter /etc/init.d/ anlegen, ich nenn es einfach mal railo :)

dazu gibt es unter caucho.com eine einfache Anleitung

http://caucho.com/resin-3.1/doc/resin-web-server.xtp#script

im Grunde erstmal das script so in /etc/init.d/railo reinkopieren also:

 touch /etc/init.d/railo

dann:

vi /etc/init.d/railo

und rein damit.

#!/bin/sh JAVA_HOME=/usr/java RESIN_HOME=/usr/local/share/resin RESIN_ROOT=/var/www java=$JAVA_HOME/bin/java export JAVA_HOME export RESIN_HOME export RESIN_ROOT $java -jar $RESIN_HOME/lib/resin.jar \ -resin-root $RESIN_ROOT \ -conf /etc/conf/resin.conf \ -server a \ $*

nun noch die Pfade an Debian und unsere Resin-Einstellungen anpassen

#!/bin/sh JAVA_HOME=/usr/bin/java RESIN_HOME=/opt/railo RESIN_ROOT=/var/www java=$JAVA_HOME export JAVA_HOME export RESIN_HOME export RESIN_ROOT $java -jar $RESIN_HOME/lib/resin.jar \ -root-directory $RESIN_ROOT \ -conf /etc/railo/resin.conf \ $*

"-server a \" brauchen wir nicht solange wir 1. nicht den proffessionellen Resin-Server und 2. kein Clustering oder Load-Balancing nutzen wollen

dann noch:

 chmod +x /etc/init.d/railo

im Grunde kanns losgehn, eventuell sollte noch /var/www angelegt werden wenn bisher zB kein Apache zu Gange war

und jetzt einfach mal:

 /etc/init.d/railo start

siehe da der railo meldet sich mit : Resin/3.1.2 started -server ''.

das leere Hochkomma-Feld ist unser herausgenommener "Server a" (oder wie auch immer man den server selbst in der resin.conf bezeichnen mag)

jetzt ist der Zeitpunkt des ersten Aufrufens unserer Server-URL im Browser: www.freds-webseite.de

und siehe da es kommt unser Texteintrag ... bei mir kommt "muh" :o)

unser Ergebniss: ein Railo der mit Hilfe von Resin als Standalone-Webserver läuft

 

Für eine lokale/gesicherte Entwicklungsumgebung haben wir nun einen Entwicklungsserver für etwaige Applikationen geschaffen. Als Produktiv-Umgebung würde ich den Railo so aber nicht auf die Welt loslassen. ;o)

Erstens : der Railo läuft als User "root"
Zweitens: es fehlen vHost-Einträge für mehrere Webs
Drittens: wie mach ich das, wenn ich geschützte Bereiche haben will?
und Viertens: wie funzt hier eigentlich "url-rewriting" ?

da sind sie wieder die Howtos der nächsten Tage ... demnächstens hier ;o)= ...und nun gut n8 !!

1 response to “Resin/Railo als Standalone-Webserver unter Debian installieren”

  1. Tom Says:
    Wieso nicht einfach die Version mit JRE installieren und diese nutzen? Was spricht da dagegen? Ich habe einfach die Fix-Fertig-Variante (Railo+Resin+JRE) genommen, entpackt, und es fetzt ganz gut so. Mag freilich unnötig viel sein, wenn man schon eine JRE drauf hat, aber wenn nicht, ist es ein ganzes Stück bequemer als das getrennt zu laden und zu installieren. :)

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